Hier findet Ihr alle wichtigen Informationen rund um das Taekwondo und dem Allkampf-Jitsu. Angefangen von den Verhaltensregeln im Trainingsraum (Dojang) und einer Anleitung zum Gürtel binden, über ein Wörterbuch bis hin zu Infos über die Formensysteme und vieles andere mehr.
Themenübersicht:
Selbstverteidigung
Was ist Selbstverteidigung? - Nun natürlich die Verteidigung meiner selbst, im Fall physischer aber auch psychscher Angriffe. Und nicht nur die Verteidigung meiner eigenen Person fällt darunter, so...
Wörterbuch
Unter den Links findet ihr die im Training meist benutzten koreanischen Begriffe und ihre entsprechende deutsche Berdeutung. Zur Aussprache hier ein paar Hilfen: ae = ä (wie Märchen) oe = ö (wie ...
Verhaltensregeln
Im Taekwondo gibt es, wie in jeder Sportart, eine Vielzahl von Verhaltensregeln. Da das Taekwondo, und somit auch seine Regeln, seinen Ursprung in Asien hat, mögen manche dieser Regeln für einen Eu...
Kleiderordnung
Der im Taekwondo getragene Anzug heißt Dobok. Der Dobok ist weiß und besteht aus Oberteil (Schlupfjacke) und Hose sowie Ty, dem Gürtel. Das Oberteil soll das Gesäß bedecken und die Ärmel reichen m...
Gürtel und ihre Bedeutung
Bedeutung der Farben Ähnlich wie die einzelnen Formen, so haben auch die verschiedenen Farben der Gürtel ihre Bedeutung. Beginnend mit dem 10. Kup-Grad, werden die jeweils ungeraden Kup-Grade durc...
Korea - Geschichte und Gegenwart
Geschichte Die Gründung des koreanischen Staates Choson geht auf den legendären Gründer Tangun, um ca. 2300 v.Chr. zurück. Nach Ihm ist aus diesem Grund ene Form benannt, der zweite Hyong Tangun -...
Weitere Themen:
Regeln im Dojang
Im Taekwondo gibt es, wie in jeder Sportart, eine Vielzahl von Verhaltensregeln. Da das Taekwondo, und somit auch seine Regeln, seinen Ursprung in Asien hat, mögen manche dieser Regeln für einen Eu...
Selbstverteidigung / Notwehr
Selbstverteidigungsparagraph / Verhältnismäßigkeit Gemäß Paragraph 227 BGB ist es nicht strafbar, sich oder andere gegen einen rechtswidrigen, gegenwärtigen Angriff mit den dazu notwendigen Mittel...
Gürtel und ihre Bedeutung
Bedeutung der Farben Ähnlich wie die einzelnen Formen, so haben auch die verschiedenen Farben der Gürtel ihre Bedeutung. Beginnend mit dem 10. Kup-Grad, werden die jeweils ungeraden Kup-Grade durc...
Kleiderordnung
Der im Taekwondo getragene Anzug heißt Dobok. Der Dobok ist weiß und besteht aus Oberteil (Schlupfjacke) und Hose sowie Ty, dem Gürtel. Das Oberteil soll das Gesäß bedecken und die Ärmel reichen m...
Weitere Fragen und Antworten:
Wer Taekwondo erlernen will, hat meistens zunächst nur den Gedanken, schnell mal mit ein paar Tricks zu lernen, wie man am besten "jemanden umhaut" Jeder Anfänger ist wohl nicht ganz frei von solchen Gedanken.
Nach dem ersten Training glaubt der interessierte Anfänger, buchstäblich nichts gelernt zu haben, denn zuerst müssen unverständlich scheinende, zum Teil schmerzhafte und langweilige Stellungen eingeübt werden. So wird der Schüler aber sofort mit einem wichtigen Teil des Do konfrontiert nämlich Ausdauer.
Wer trotz anfänglicher Enttäuschung und mancher Rückschläge weiter trainiert, wird sehr bald feststellen, dass er oder sie Muskeln hat wo man sie nicht vermutet hätte, sich die Reaktionsfähigkeit wesentlich steigert und man insgesamt wesentlich lockerer und körperlich gewandter wird. Neben solchen Vorteilen beginnt - für den Schüler meist unmerklich - ein positiver geistiger Umwandlungsprozess: das Selbstvertrauen wächst, das Benehmen ändert sich, der Schüler wird zunehmend höflicher und bescheidener.
Das aber sind erklärte Ziele das Taekwondo, die nur erreichen kann, wer sich darin übt - und zwar im Training. Taekwondo will also körperlich und geistig rege und faire Menschen herausbilden.
Im Taekwondo gibt es, wie in jeder Sportart, eine Vielzahl von Verhaltensregeln. Da das Taekwondo, und somit auch seine Regeln, seinen Ursprung in Asien hat, mögen manche dieser Regeln für einen Europäer auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen. Sie sind jedoch die Grundlage für die hohe Disziplin, welche das Taekwondo bestimmt. Die Einhaltung dieser Regeln ist auch der Garant dafür, dass trotz dieses extrem dynamischen Sports das Verletzungsrisiko äußerst gering ist - egal in welchem Alter man ist. Und sie sind nicht zuletzt Bestandteil der geistigen Entwicklung - dem Do - des Sportlers.
Hier nun einige der wichtigsten Grundsatzregeln:
- erscheine immer pünktlich zur Übungsstunde
- verneige Dich bei jedem Betreten und Verlassen des Dojangs
- verneige Dich vor dem Beginn einer jeden Partnerübung vor Deinem Trainingspartner, um ihm zu zeigen, dass Du ihn achtest und respektierst
- achte auf Deine Anzugsordnung (sauberer Dobok, lege Deinen Gürtel innerhalb der Trainingsfläche niemals ab, trage keine Schuhe, Uhren oder Schmuck)
- verhalte Dich während des Trainings ruhig und konzentriert
- folge den Anweisungen Deines Trainers
- den Übungsraum darfst Du während der Übungsstunde nur mit Erlaubnis des Trainers verlassen
Grundsätzlich sind Taekwondo und Allkampf-Jitsu für jeden geeignet, der sich körperlich und geistig fit halten oder es werden möchte. Beim Erlernen einer Selbstverteidungssportart bildet man ein gesundes Selbstbewusstsein und schult u.a. Durchhaltevermögen, Reaktionsfähigkeit aber auch Rücksichtnahme und Toleranz. Insofern ist dieser Sport psychisch gesehen sowohl für die (zu) leisen - sie werden etwas lauter - ideal, als auch für die (zu) lauten - sie werden etwas leiser. Auch aus körperlicher Sicht gibt es nur sehr wenige Einschränkungen. Das Alter und gar die körperliche Statur spielen überhaupt keine Rolle. Bei uns ist z.B. das jüngste Mitglied erst 2 Jahre alt - und "zu alt" ist man für Sport auch nie. Immer daran denken: "Versuch macht klug"!
1. Legt die Mitte des Gürtels auf den Bauch
2. Beide Gürtelenden werden nach hinten geführt
3. Im Rücken wird das von rechts kommende Gürtelende unter das von links kommende Gürtelende geführt. (Die jetzt folgenden Schritte 4 und 5 sollten gleichzeitig ausgefürht werden)
4. Dieses untergeschobende Ende wird nun bis zur Bauchmitte weitergeführt und hängt dort unter dem Gürtel nach unten.
5. Das andere, im Rücken von links kommende Ende wird oben bis zum Bauch weitergeführt, und zwar etwas weiter als bis zur Bauchmitte.
6. Dieses Ende wird nun von unten nach oben, unter beiden Gürtellagen durchgeschoben.
7. Jetzt werden beide Gürtelenden über kreuz gelegt, und zwar so, dass das obere Gürtelende auf das untere gelegt wird.
8. Das obere Ende wird um das untere gewickelt und von unten in die entstehende Öse gesteckt. Jetzt ordentlich festziehen und der Knoten ist fertig.
Der Gürtel ist richtig gebunden, wenn am Schluss beide Enden gleich lang ca. 30 cm herrunterhängen.
Noch ein Tipp für die Kleinen. Sollte der Gürtel zu lang sein, müsst ihr nicht unbedingt solange essen bis er passt. Euer Trainer hilft Euch gern, um den Gürtel mittels Scherenschnitt in die richtige Länge zu bringen.
Während der ersten Trainingseinheiten hört man eine Menge neuer Begriffe. Diese sind, wie das Taekwondo selber, natürlich koreanischen Ursprungs. Nicht alle Begriffe muss man innerhalb der ersten 4 Wochen auch auswendig beherrschen. Die ersten Begriffe die man jedoch kennen sollte, sind die Zahlen und Ordnungszahlen sowie die Begriffe zur Begrüßung oder Begriffe die in jeder Taekwondostunde vorkommen (z.B. Chariot = Achtung; Kyonge = Grüßen; Dojang = Trainingsraum; Dobok = Anzug; Gihap = Kampfschrei; Kosi-nim, Sabom, Sabom-nim = Bezeichnung der verschiedenen DAN - Grade) [Mehr]
Gemäß Paragraph 227 BGB ist es nicht strafbar, sich oder andere gegen einen rechtswidrigen, gegenwärtigen Angriff mit den dazu notwendigen Mitteln und im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verteidigen. Das bedeutet, dass ich mich gegen Zivilpersonen, also z.B. nicht gegen Polizisten im Dienst, wehren darf, die mich oder dritte Personen an Gesundheit oder Eigentum im gegenwärtigen Augenblick schädigen, oder es vorhaben.
Mit Bezug auf "notwendige Mittel" ist gemeint, dass man den Angreifer nicht oder möglichst wenig verletzen sollte. Damit ist die Verhältnismäßigkeit der Verteidigung gemeint. Die Heftigkeit der Verteidigung richtet sich also auch nach der Bedrohlichkeit des Angriffs. Um als Kampfsportler nicht später selbst als Angeklagter vor Gericht stehen zu müssen, ist gerade dies ein sehr wichtiger Punkt. Ist eine körperliche Art der Selbstverteidigung trotz aller Bemühungen nicht zu verhindern gewesen, sollte man immer und unverzüglich Anzeige gegen den Angreifer erstatten und, wenn möglich, eventuelle Zeugen benennen. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, so ist für den Richter der Ausbildungsstand, das Geschlecht des Verteidigers sowie die Anzahl der Angreifer und deren Bewaffnung zur Feststellung der Verhältnismäßigkeit wichtig.
Als Frau darf man sich also durchaus anderer Mittel bedienen, um Angreifer abzuwehren. Als Meister einer Kampfkunst muß man aber schon genauer beachten wie kräftig man den abschließenden Schlag ausführt oder ob man überhaupt schlägt.
Noch zu erwähnen ist an dieser Stelle § 226 BGB, welcher besagt, dass das Ausüben eines Rechtes (Notwehr) unzulässig ist, wenn es nur den Zweck hat, einem anderen zu schaden. Man darf also nach der Abwehr eines Angriffs nicht zum Gegenangriff übergehen. Da dies nicht mehr der Verteidigung dient, sondern lediglich dazu, den Angreifer zu verletzen.
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